Ausschnitt aus einer Apotheke mit dunkelrotem Apothekerschrank, auf dem Tresen davor stehen eine kleine Waage, ein Kupfergefäß mit Mörser und zahlreiche Pillen- und Cremedosen und Fläschchen
Neu gestalteter Ausstellungsraum für Kleidung, im Vordergrund zwei Beispielmodelle in einer Glasvitrine
Wäscheschrank mit geöffneter Tür, voll bestückt mit weißer Wäsche mit Stickereien
Neu renovierter Raum zur Ausstellung von Bauernschränken



300 Jahre Alltagskultur im Ries

Generationen von Rieser Familien, zahlreiche Gruppen und Schüler auf Klassenfahrt haben im Museum KulturLand Ries in Maihingen seit drei Jahrzehnten erfahren, wie ihre Vorfahren gearbeitet und gelebt haben. Nach dreißig Jahren ist es nun an der Zeit, den Museumsbereich im historischen Brauhaus des ehemaligen Klosters neu zu konzeptionieren. Spannendes und viel Neues wird es mit der Neueröffnung zu entdecken geben.

Entdeckungen und spannende Einblicke in der neuen Ausstellung 300 Jahre Alltagskultur im Ries
Nachdem das sogenannte Brauhaus des Museum KulturLand Ries über ein Jahr lang für die Öffentlichkeit geschlossen war, erstrahlt das Ausstellungsgebäude des Bezirks Schwaben nun in neuem Glanz. Die neue Dauerausstellung hat ihre Tore für die Besucher geöffnet und zeigt neue Einblicke in das Alltagsleben im Ries  und Bekanntes in neuem Rahmen.
Mit der neuen Präsentation „300 Jahre Alltagskultur im Ries“  erwartet die Besucher nun ein spannender Streifzug in den vier Stockwerken und damit auch eine Zeitreise mit vielen Überraschungen – von den ältesten Möbeln aus der Zeit um 1660 bis zum Transistorradio und einem Strenesse-Hosenanzug. Die moderne Gestaltung mit reichem Bildmaterial und interaktiven Multimediastationen rückt die originalen Sachzeugnisse ins rechte Licht. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Themen Wohnen und Haushalt, Waren und Werbung, Kleidung, Kindheit und medizinische Betreuung. Hingucker sind ein originaler Krämerladen und eine Milchhandlung aus den 1920er Jahren, eine Arzt- und Zahnarztpraxis sowie ein Friseursalon aus der Zeit um 1950/60.

Das Ries. Eine besondere Kulturlandschaft stellt sich vor (EG)
Der Rundgang beginnt mit einer Orientierung über die Region. Ein knapper Überblick erläutert die Geschichte; Fotografien und Landkarten geben Eindrücke von gestern und heute wider. Ein buntes Potpourri aus Objekten und Bildern versinnbildlicht die Vielfältigkeit und die Eigenheiten dieses Landstriches.

Kleidung im Ries – mehr als nur ein Gewand (4. OG)
Als weitere Besonderheit des Rieses wird seine Tracht gezeigt, die auch Ausdruck der jeweiligen Konfession war. Selbstgenähtes steht neben Stücken des Schneiderhandwerkes, bis schließlich die Konfektionsware die Schränke füllte. Hüte, Taschen und Schuhe ergänzen das Bild der wechselnden Moden, ausgewählte Kleider erzählen ihre Geschichte.

Waren und Werbung (3. OG)
Ein Krämerladen und ein Milchgeschäft aus den 1920er-Jahren mit ihren originalen Einrichtungen bilden den Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit der bunten Welt der Werbung und Warenverpackungen, ihrer Geschichte und Gestaltung. Besonders die Bereiche „Kaffee, Tee und Schokolade“, „Kosmetika“ oder „Tabakwaren“ zeigen die Konsumgewohnheiten vergangener Zeiten.

Schwarz-weiß-Foto von einem Friseursalon für Herren, zwei Friseure in weißem Kittel sind dabei, zwei Kunden die Haare zu schneiden
Neu gestalteter Raum einer Landarztpraxis mit Schreibtisch, Liege, Umkleidebereich, Personenwaage, Instrumentenwagen und Medizinschrank
Ausstellung von drei Kinderwägen und drei Puppenwägen in unterschiedlichen Variationen




Krankheit, Gesundheit, Schönheit (3. OG)
Für die medizinische Versorgung standen neben Hausmitteln auch Fachleute zur Verfügung. So sind in der Ausstellung für Arzt, Zahnarzt und Apotheke eigene Räume eingerichtet. Bader waren zuständig für Aderlass, Schröpfen und andere medizinische Behandlungen, aber auch für Körperpflege, wie etwa die Rasur. Aus diesem Handwerk gingen Heilpraktiker und Friseur hervor. Inszeniert sind unter anderem ein Damen- und ein Herrensalon aus den 1950er-Jahren.

Wohnen und Haushalt (2. OG)
Auf die frühere Wohnkultur im Ries verweisen bemalte Möbel aus heimischen Werkstätten. Einige sind sogar geöffnet, so dass ihr Innenleben – z. B. die gesamte Aussteuerwäsche – sichtbar wird. Bei den Möbeln finden sich die ältesten Ausstellungsstücke: ein Schrank und eine Truhe aus der Zeit um 1660. Mit der Industrialisierung erschienen zahllose „kleine Helfer“ auf dem Markt, die den Hausfrauen die Arbeit erleichtern sollten. Die Entwicklung vom Handgerät zur elektrisch betriebenen Maschine lässt sich in Küchenausstattungen von 1900 bis 1960 nachvollziehen.

Kindheit – oft kein Kinderspiel (1. OG)
Zum Abschluss steht die Kindheit im Mittelpunkt. Alltägliche Dinge von der Windelhose bis zum Schulzeugnis begleiten in der Ausstellung das Leben bis ins Erwachsenenalter. Trotz der präsentierten Vielzahl an Spielzeug war Großwerden selten ein Kinderspiel, sondern auch geprägt von Erziehung und Arbeit.

Alle gezeigten Inhalte werden auf abwechslungsreiche Art und Weise vermittelt. Im ganzen Haus bieten elektronische Medien die Möglichkeit, zusätzliche Informationen abzurufen. Historische Werbe- und Lehrfilme laden zum Verweilen ein, immer wieder können die Besucher Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Spiele und Quizfragen regen nicht nur Kinder zur spielerischen Beschäftigung mit den Themen an. An einzelnen Stellen ist auch Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht. Kindertexte erklären verständlich das Leben vergangener Zeiten, so dass sich jeder auf seine eigene Entdeckungsreise durch das Museum machen kann. 

300 Jahre Alltagskultur im Ries

Was in der neuen Ausstellung alles zu sehen ist und wer die Gans Marie ist, erfahren Sie in unserem Flyer, den Sie hier ansehen können.

Ausstellungen

Veranstaltungen

Feste

Veranstaltungskalender

November 2017
MoDiMiDoFrSaSo
303112345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930123