Reizend und zwecksmäßig - Zur Kulturgeschichte der Unterwäsche

Feines rotes Unterkleid mit schwarzem Blumendruck und schwarzem Spitzenbesatz an Dekolletée und Saum
Hautfarbenes Korsett mit weißer Spitze am oberen Saum

26. April bis 28. Oktober 2007

Die Ausstellung wirft einen Blick auf das Darunter: auf Leibchen, Korsett, Hüfthalter, Straps, Unterrock und Co. Die Bandbreite reicht von Hemden aus grobem Leinen bis zu Unterkleidern und Unterhosen mit üppigem Spitzenbesatz.

Dabei waren Unterhosen über viele Jahrhunderte nahezu unbekannt. Männer wie Frauen trugen nur lange Hemden. Die ersten „Beinkleider“ für Damen im 19. Jh. reichten bis unters Knie oder bis an die Knöchel, waren weit geschnitten und im Schritt offen. Manche Unterhosen bestanden gar nur aus zwei Beinteilen, die mit Stoffbändern zusammengebunden wurden. Gerade auf dem Land verzichteten viele Frauen noch bis ins 20. Jh. auf die Hose. Mieder, Korsetts und BHs hatten die Aufgabe, den Körper entsprechend der jeweiligen Mode zu formen.

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