Pressetexte

Brot in der Kunst

Vortrag im Museum KulturLand Ries

Der Kulturwissenschaftler Jan Rüttinger vom Museum der Brotkultur in Ulm hält am Donnerstag, 5. Juli, um 19 Uhr im Museum KulturLand Ries in Maihingen einen bebilderten Vortrag. Unter dem Titel „Zwischen Dürer und Dalí. Das Brot in der Kunst“ zeigt er, wie vielfältig Brot dargestellt wird und welche Bedeutung es in der religiösen und profanen Kunst bis zur Moderne hat. Der Vortrag findet im Zusammenhang mit der Sonderausstellung „Brot. Nahrung mit Kultur“ statt. Sie hat an diesem Tag von 10–17 Uhr geöffnet.

Kosten: Museumseintritt. Informationen: Tel. (09087) 920 717 0, mklr@remove-this.bezirk-schwaben.de

Brotgerichte: Regionales Menü mit vier Gängen

Foto: Bruno Langner
Foto: Bruno Langner

Zu einem besonderen kulinarischen Beitrag aus dem umfangreichen Begleitprogramm zur Ausstellung „Brot. Nahrung mit Kultur“ im Museum KulturLand Ries fanden sich rund 45 Personen im Gasthaus zur Goldenen Sonne in Maihingen ein. Gastronom Karl Huber und sein Team bereiteten und servierten „Brotgerichte: Regionales Menü mit vier Gängen“.

Fundiert und unterhaltsam führte Dr. Bruno Langner, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum, in das Thema ein und stellte die einzelnen Gänge vor. Weil heute bei uns Brot in großen Mengen hergestellt wird, bleibt vieles übrig und wird weggeworfen. In der Brot-Ausstellung wird dieser Aspekt angesprochen und einige Beispiele gezeigt, wie altes Brot „gerettet“ werden kann. Da früher meist einige Zeit bis zum nächsten Brotbacken verging und das Brot trocken und hart wurde, entstanden zahlreiche Gerichte, die altes Brot verwerteten.

So entstand die Idee, einmal ein Menü zu entwickeln, bei dem Brot eine wichtige Rolle spielt. Mit dem ortansässigen jungen Gastronom Karl Huber fand das Museum einen begeisterten Partner. Nach traditionellem Rezept servierte er als ersten Gang eine Brotsuppe, eine Kesselbrühe mit geröstetem Mischbrot, garniert mit wildem Majoran aus dem Garten. Der zweiten Gang war als leichtes Zwischenstück gedacht: Hausgeräucherter Wacholderschinken mit einem Schnitz Melone und Salat. Dazu wurde, im Unterschied zu den anderen Gängen, frisches Brot gereicht. Der „Urachter“ der Maihinger Bäckerei Linse, ein Bierbrot aus Roggen- und Dinkelmehl, wird mit Bier und Treber gebacken. Den Hauptgang bildete ein Brezenknödel auf Pilzrahmsoße. Dazu gab es Saltimbocca vom Schweinefilet. Die gelungene Abrundung war das Dessert – „Ofenschlupfer“ oder „Scheiterhaufen“ mit einer Kugel Vanilleeis.

Wer nun Appetit bekommen hat und neugierig wurde, hat die Chance, an einem zweiten Termin teilzunehmen, der am Freitag, 13. Juli, um 17 Uhr im Gasthaus zur Goldenen Sonne in Maihingen stattfindet. Kosten 15 Euro, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen unter Telefon (09087) 920 717 0 oder per E-Mail an mklr@remove-this.bezirk-schwaben.de

 

Mehl, Müsli, Makkaroni - GenussKulturMarkt im Museum KulturLand Ries

Am Sonntag, dem 17. Juni, lockt das Museum KulturLand Ries zum GenussKulturMarkt nach Maihingen (Kreis Donau-Ries). Von 11 bis 17 Uhr präsentieren regionale Erzeuger und Händler ihre Waren. Passend zur derzeitigen Sonderausstellung „Brot. Nahrung mit Kultur“ dreht sich der Markt vorwiegend um Mühlenprodukte, Nudeln und Backwaren – Motto „Mehl, Müsli, Makkaroni“.

Dabei wird erstmals der neue Holzbackofen des Museums in Betrieb genommen. Wenn alles klappt, sind mittags Rahmfleck fertig. Zum sofortigen Genuss sind auch Kässpätzle, Bratwurstsemmeln mit Bärlauchschmand oder Raclette auf Bauernbrot vorgesehen. Kuchen aus selbst angebautem Dinkelmehl, Kaffee, Rieser Bier und Limonaden ergänzen das kulinarische Angebot.

Der Bummel durch die Stände führt zu Mehlen aus Dinkel, Emmer, Einkorn, Roggen und Buchweizen oder zu speziell für Spätzle oder Pizza geeigneten Mehlen. Eine Präsentation zeigt, wie es in einer Mühle zugeht. Wie die Pflanzen, aus denen die Mehle hergestellt werden, aussehen, können sich die Besucher im Museumsgarten anschauen. Dort wachsen die historischen Getreidearten Emmer, Einkorn und Dinkel.

Selbst produzierte Nudeln aus Eiern von eigenen Hühnern, Knusper-, Frischkorn- oder Hanfmüsli – für jeden Geschmack ist etwas geboten und manches darf man probieren oder sich bei Vorführungen erklären lassen. Zuschauen können die Besucher beim Flechten von Brotkörben, die ebenso wie getöpferte Müslischalen und Brottöpfe auch zum Verkauf stehen.

Kinder backen sich ihr eigenes Stockbrot und können Märchen lauschen, in denen Brot oder eine Mühle eine wichtige Rolle spielen. Das Konversionsmanagement des Landkreises Donau-Ries informiert über regionale Produkte und die Dorfläden im Landkreis und verteilt regionale Einkaufsführer. Ein Glücksrad lockt mit Gewinnen: passend zum Motto des Marktes Mehl-, Müsli- nd Makkaroni-Packungen.

Der Eintritt zum Markt ist frei. 

Menschen im Ries - Bilder aus der Sammlung Gerda Schupp-Schied

Fotoausstellung im Museum KulturLand Ries

Kleinkinder, barfuß und mit Schürzen auf den Straßen, Geschwister, herausgeputzt im Fotostudio, junge Männer nach der Musterung, Austragsbäuerinnen, Bauern beim Kartenspiel im Wirtshaus – „Menschen im Ries" sind bis 11. November im Museum KulturLand Ries in Maihingen (Kreis Donau-Ries) zu sehen.

Die Auswahl aus dem reichhaltigen Fundus volkskundlicher Fotografien, den die Heimatforscherin Gerda Schupp-Schied (1939–2014) im Nördlinger Ries für ihre Bücher und Zeitungsartikel zusammengetragen hat, zeigt junge und alte Menschen, Menschen bei der Arbeit, beim Feiern und im Kreis ihrer Familie. Oft versammelten sich mehrere Generationen vor dem Fotografen. Die Statussymbole, die stolz hergezeigt wurden, konnten wechseln: Pferd, Zuchtstier, Motorrad oder gar ein frühes Automobil. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Melk- und Nähkursen ließen sich zum Abschluss fotografieren.

Brot. Nahrung mit Kultur

Foto: Bruno Langner

Brot ist unverzichtbares und schmackhaftes Grundnahrungsmittel, seine Vielfalt ist ebenso groß wie seine kulturelle Bedeutung. Die Ausstellung „Brot. Nahrung mit Kultur“, die bis zum 28. Oktober im Museum KulturLand Ries in Maihingen (Kreis Donau-Ries) zu sehen ist, präsentiert ein breites Spektrum aus der Geschichte, Kultur und Gegenwart von Brot. Ein umfangreiches Begleitprogramm rundet sie thematisch ab.

Von der Backstube zum Backshop

Die Präsentation beginnt mit zwei inszenierten Arbeitsplätzen. Die Backstube des Handwerksbäckers, in der noch große Mengen Teig von Hand geknetet wurden, steht dem Hausbackofen und dem Backautomaten in der heimischen Küche gegenüber. Spannende Objekte erklären die Geschichte von Bäckerhandwerk und Bäckerzunft in der Region.

Brot besteht eigentlich nur aus drei Zutaten: Mehl, Salz und Wasser. Aber warum ist die Mehltruhe dann zweigeteilt? Und wie kann das fertige Brot am Besten gelagert werden? Dafür entwickeln Menschen bis in die Gegenwart immer neue Aufbewahrungsmöglichkeiten – eine Auswahl zeigt die Ausstellung. „Unser täglich Brot“ steht zur Sättigung auf dem Tisch. Viel zu häufig landet es jedoch in der Bio-Tonne. Die Brotvielfalt in Deutschland ist mit über 3200 eingetragenen Spezialitäten enorm. Brot ist dank Handwerksbäckern, Backshops und prall gefüllten Supermarktregalen jederzeit verfügbar. Doch auch mit „Brot vom Vortag“ lässt sich noch allerhand anfangen.

Sattmacher und Symbol

Der Verschwendung von Nahrungsmitteln steht weltweiter Hunger gegenüber. Nicht nur „Brot für die Welt“ und „Misereor“ kämpfen seit Jahrzehnten dagegen an. Auch in Deutschland gab und gibt es Hunger. Besonders die Hungerjahre 1816 und 1917 hatten schlimme Auswirkungen und ließen die Brotpreise ins Unermessliche steigen.

Brot hat einen hohen symbolischen Wert. Im Christentum wird es im Abendmahl und Vaterunser zentral. Und so wird das Brot-Symbol in Form von Symbol-Broten bei kirchlichen und weltlichen Anlässen für Bräuche und Geschenke verwendet. Brot ist geradezu sprichwörtlich, doch nicht überall, wo „Brot“ drauf steht, ist auch welches drin.

Zahlreiche Stationen in der Ausstellung laden zum Schmecken und Riechen, Anfassen und Ausprobieren ein. Auch die unterhaltsamen Aspekte von Brot kommen nicht zu kurz: Brot ist Kult! Bestes Beispiel ist Bernd das Brot aus dem Kinderkanal.

Mehr zum umfangreichen Begleitprogramm gibt es auf der Internetseite des Museums.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 13–17 Uhr, von 15. Juni bis 16. September 10–17 Uhr. An Feiertagen geöffnet.

Informationen und Kontakt: Museum KulturLand Ries, Klosterhof 3 und 8, 86747 Maihingen

Tel. (09087) 920 717 0, mklr@bezirk-schwaben.de, www.museumkulturlandries.de

Foto: Helga Holzinger-Hilt
Wer sehen will, wie der hier gezeigte Kettfaden auf einen Webstuhl gebäumt wird, hat am Sonntag im Museum KulturLand Ries die seltene Gelegenheit dazu.

Ein Webstuhl wird vorbereitet - Aktion im Museum KulturLand Ries

Maihingen (pm). Kleidungsstücke sind heute für wenig Geld beim Discounter zu haben. Wie mühevoll ihre Herstellung in früherer Zeit war, kann sich kaum noch jemand vorstellen. Im Museum KulturLand Ries in Maihingen kommt deshalb künftig bei besonderen Anlässen ein Handwebstuhl zum Einsatz, an dem vor allem Kinder nachvollziehen können, wie ein Stück Stoff entsteht. Doch bevor ein Webstuhl gebrauchsfertig ist, sind umfangreiche Vorarbeiten nötig, die man als Museumsbesucher selten zu Gesicht bekommt. Wer am Sonntag, den 17. Juli, das Museum besucht, hat ab 14 Uhr die Gelegenheit zuzuschauen, wie ein Webstuhl vorbereitet wird. Die vielen, auf gleiche Länge geschnittenen Kettfäden, die später durch den Schussfaden zu Stoff verwebt werden, müssen auf den sogenannten Kettbaum des Webstuhls aufgewickelt werden. Dabei ist es wichtig, dass alle Fäden gleich straff gezogen sind, weshalb mehrere Hände oder ein „Bäumknecht“ notwendig sind. Die Aktion dauert etwa eine Stunde.

Das Rieser Bauernmuseum im neuen Gewand

Entdeckungen und spannende Einblicke in der neuen Ausstellung 300 Jahre Alltagskultur im Ries

Maihingen (pm). Nachdem das sogenannte Brauhaus des Rieser Bauernmuseums über ein Jahr lang für die Öffentlichkeit geschlossen war, erstrahlt das Ausstellungsgebäude des Bezirks Schwaben nun in neuem Glanz. Bis auf letzte Nachbesserungen ist der Umbau des Brauhauses abgeschlossen. Insgesamt 29 Betriebe waren an dem Großprojekt des Bezirks Schwaben beteiligt...

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Informationen zu den Bildunterschriften

Die vollständige Übersicht der Bildunterschriften und Bildrechte der unten zur  Auswahl stehenden Bildddateien erhalten Sie in diesem Dokument.

Neues Brauhaus-Eingangsbereich
Start des Rundgangs
Foto: RBM Heike Fauter
Neues Brauhaus-Rieser Wäscheschrank
Ein Wäscheschrank war Teil der Ausstellung
Foto: RBM Heike Fauter
Neues Brauhaus-Rieser Frauentracht
Frauentrachten dürfen bei einer Darstellung der Kleidung nicht fehlen
Foto: RBM Heike Fauter
Neues Brauhaus-Zahnarztpraxis
Blick durchs Fenster einer inszenierten Zahnarztpraxis aus den 50er/60er Jahren
Foto: RBM Heike Fauter



Neues Brauhaus-Waschmaschinen-Sammlung
Die Waschmaschinen-Sammlung macht den langen Weg von der Handwäsche zum Vollautomaten sichtbar
Foto: RBM Heike Fauter
Neues Brauhaus-Blick in die Warenwelt-Ausstellung 1
Blick in die Warenwelt-Ausstellung, im Hintergrund sieht man einen Apothekenschrank
Foto: RBM Heike Fauter
Neues Brauhaus-Blick in die Warenwelt-Ausstellung 2
Blick in die Warenwelt-Ausstellung
Foto: RBM Heike Fauter
Neues Brauhaus-Küchen
Die Präsentation der Küchen reicht bis in die 50er Jahre. Im Vordergrund ein sogenannter „Siedlungsherd“, eine Kombination aus Kohle- und Elektroherd.
Foto: RBM Heike Fauter



Presseinformationen

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Sollten Sie weitere Informationen oder Bilder wünschen, so wenden Sie sich bitte direkt an das Museum KulturLand Ries
Tel.: (0 90 87) 920 717-0, Fax: (0 90 87) 920 717-10, E-Mail: mklr@bezirk-schwaben.de